Voice over IP - Hardware-basierte Lösungen
Unternehmen, die ihre Telefonanlage weder einem externen Provider anvertrauen noch eine interne Softwarelösung installieren möchten, bleibt der Griff zu einer vollwertigen Anlage auf VoIP-Basis. Diese zeichnet sich üblicherweise durch komplett eigenständige Hardware aus, ist durch entsprechende Anwendungen aber mit dem Unternehmensnetzwerk und den einzelnen Rechnern verbunden.
Eine separate Telefonzentrale sorgt für das Routing der Gespräche und an den Arbeitsplätzen sind VoIP-Telefone aufgebaut. Der Vorteil einer solchen Lösung ist die verringerte Abhängigkeit von der Funktion anderer Gerätschaften wie Servern sowie eine quasi grenzenlose Skalierbarkeit. Mit einer solchen von Cisco Systems realisierten Lösung will beispielsweise der US-Flugzeugbauer Boeing ein Telefonnetz für 150.000 Mitarbeiter in 48 Bundesstaaten und 70 Ländern schaffen.
Zu den größten Anbietern von VoIP-Telefonanlagen und Infrastrukturkomponenten gehören die Netzwerkausrüster Cisco Systems und 3Com, Siemens, Avaya Tenovis und Alcatel.
Im privaten Bereich werden von den verschiedenen Providern Lösungen angeboten die auf die vorhandene Infrastruktur - also die vorhandene Telefonanlage aufsetzen.
Wer allerdings eine ISDN-Anlage besitzt und sich für die IP-Telefonie interessiert, sollte noch etwas warten, denn zurzeit ist auf dem Markt noch kein Gerät verfügbar, das den S0-Bus der ISDN-Anlage unterstützt.
Ein interessantes Produkt wird in den nächsten Wochen (Stand April 2005) vom ISDN-Spezialist AVM auf dem Markt kommen.
Die FRITZ!Box Fon mit ISDN S0 NT (WLan) ist ein Kombigerät, das DSL-Modem,DSL-Router, Telefonanlage und WLan-Accespoint in einem Gerät vereint. Hiermit können die vorhandenen ISDN-Telefone weiter benutzt werden.